Geographie

Einblicke in die Polarforschung

-Auf Einladung von Frau Selau besuchte Martin Schiller vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven am 2. Februar 2026 das Lilo und hielt einen spannenden Vortrag für die beiden Geographie-Leistungskurse von Herrn Bosse (K1) und Frau Selau (K2).
Herr Schiller, der bereits an zahlreichen Forschungsreisen in die Arktis und Antarktis teilgenommen hat, gab den Schülerinnen und Schülern anschauliche Einblicke in die Polarforschung am AWI. Diese liefert wichtige wissenschaftliche Daten und Erkenntnisse zum globalen Klimawandel. Unterstützt durch vielfältiges Bildmaterial und kurze Videoclips berichtete er vor allem von Expeditionen in die Arktis, darunter die international bekannte MOSAiC-Expedition mit dem Forschungsschiff Polarstern (2019–2020) sowie die jüngste CONTRASTS-Expedition im Jahr 2025.
Besonders eindrucksvoll waren neben spektakulären Aufnahmen von Meereislandschaften, Polarlichtern und Eisbären auch persönliche Tagebuchauszüge des Referenten. Sie vermittelten einen authentischen Eindruck vom Alltag an Bord eines Forschungsschiffes und von den besonderen Herausforderungen, denen sich Polarforscherinnen und Polarforscher stellen müssen.
Der Vortrag machte deutlich, welche zentrale Rolle die Polarregionen für das globale Klimasystem spielen. Zugleich appellierte Herr Schiller an die Verantwortung heutiger Generationen im Umgang mit dem Klimawandel und den empfindlichen Ökosystemen der Erde. Darüber hinaus zeigte er auf, dass die Polarforschung vielfältige berufliche Perspektiven bietet, und ermutigte die Schülerinnen und Schüler, sich für eine Tätigkeit in diesem spannenden Forschungsfeld zu interessieren. (Sel)

„Globales Klassenzimmer“

-Am 16. Januar 2026 erlebte die bilinguale Geographieklasse 8cd von Herr Blümmel eine ganz besondere Unterrichtsstunde: Im Rahmen des Programms „Globales Klassenzimmer“ nahmen die Schülerinnen und Schüler an einer Live-Online-Schaltung direkt aus der Antarktis teil. Zugeschaltet war Klimaaktivistin Luisa Neubauer, die eindrucksvoll von ihrer Arbeit und den sichtbaren Folgen des Klimawandels vor Ort berichtete.
-Ein weiteres Highlight der Stunde war der Gastbeitrag der bekannten Kinder- und Jugendbuchautorin Cornelia Funke, die mit ihren Gedanken zur Verantwortung heutiger Generationen und zur Kraft von Geschichten für gesellschaftlichen Wandel begeisterte. Die Verbindung von wissenschaftlichen Erkenntnissen, persönlichem Engagement und kreativen Perspektiven machte die Veranstaltung besonders lebendig und inspirierend.
Die Schülerinnen und Schüler erhielten nicht nur authentische Einblicke in einen der sensibelsten Lebensräume der Erde, sondern konnten auch Fragen stellen und viel über den Alltag an Bord eines Forschungsschiffes in der Antarktis erfahren. (Blm)

Exkursion in den Jungbusch

Im Rahmen des bilingualen Geographiekurses der Kursstufe 2 bei Herrn Blümmel unternahmen die Schülerinnen und Schüler am 8. Januar 2026 eine Exkursion in den Mannheimer Stadtteil Jungbusch. Auf einem Rundgang durch die Hafen-, Beil-, Werft- und Jungbuschstraße gewannen sie vielfältige Eindrücke eines historisch geprägten Hafen- und Migrantenstadtteils im Wandel.
Besonders eindrücklich wurde sichtbar, wie sich der Jungbusch durch Prozesse der Gentrifizierung verändert: Zahlreiche neue Gastronomieangebote, eine lebendige Existenzgründer- und Kreativszene sowie die wachsende Präsenz studentischen Lebens prägen heute das Stadtbild. Stationen wie das Existenzgründerzentrum C-Hub, das Ausstellungshaus Port 25, die umgebaute Wohnanlage der Kaufmannmühle und die Popakademie verdeutlichten, wie Kultur, Wirtschaft und Stadtentwicklung durch den Prozess der hier eng miteinander verknüpft sind.
Ein besonderer Moment war eine kurze Führung und ein spontanes Gespräch mit der Galerieleitung im Port 25, in dem das Thema Gentrifizierung aus erster Hand diskutiert wurde. Die Exkursion verband somit theoretische Inhalte des Unterrichts mit anschaulichen Beispielen vor Ort und bot den Lernenden wertvolle Einblicke in urbane Transformationsprozesse – ein Beispiel für praxisnahes Lernen außerhalb des Klassenzimmers.

Bis hierhin und wie weiter - wie weit kann Klimaaktivismus gehen?

Die Schülerinnen und Schüler des bilingualen Geographiekurses von Herr Blümmel besuchten am 4. Dezember 2024 das Odeon-Kino in Mannheim und sahen dort im Rahmen der Unterrichtseinheit „The climate challenge“ den Dokumentarfilm „Bis hierhin und wie weiter“. Der Film dokumentiert und begleitet eine Gruppe von Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ und thematisiert das Spannungsfeld von Protesten im und die Grenzen des Klimaaktivismus.
Im Anschluss an den Film gab es noch die Gelegenheit, mit Regisseur Felix Maria Bühler zu sprechen und sich mit anderen Kinogästen auszutauschen.

Ein neuer Teil Mannheims entsteht - stadtgeographische Exkursion nach Spinelli

-Am 24. November.2022 besuchte der bilinguale Geographiekurs von Herrn Blümmel die Großbaustelle des bald jüngsten Mannheimer Stadtteils Spinelli. Auf einer Führung vor Ort erfuhren die Schülerinnen und Schüler vieles über die nachhaltigen Planungen und die Umsetzung der Ideen für das neue Stadtquartier am Rande des Bundesgartenschaugeländes. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der MWSP standen der Lilo-Gruppe für viele Fragen, die sich im Rahmen der Unterrichtseinheit „Challenges for Cities“ (Herausforderungen für Städte) im Hinblick auf nachhaltige Stadtplanung und Smart Cities ergeben haben, zur Verfügung. Neben ökologischen Themen wie die Erhaltung einer Frischluftschneise, einer grünen Bebauung und Maßnahmen zur Vermeidung erhöhter Temperaturentwicklung im Stadtquartier werden auch soziale Aspekte wie z.B. genearationenverbindende Wohneinheiten eingeplant. Die Mannheimer Stadtentwicklungsgesellschaft MWSP ist als städtisches Tochterunternehmen hauptverantwortlich für die strukturierte Planung und Nutzung der in Mannheim frei gewordenen Konversionsflächen aus ehemaligem US-Army-Besitz. (Blm)

Urban farming - die Stadt als Lebensmittelquelle

-Schülerinnen und Schüler des bilingualen Geographiekurses von Herrn Blümmel besuchten am 12. Oktober 2022 den Vortrag „inFarming - Baustein für die Selbstversorgung von grünen Städten“ im Auditorium des Mannheimer Technoseums. Passend zur aktuellen Unterrichtsthematik „Städte und ihre Herausforderungen“ erhielt die Gruppe durch Diplom-Ingenieur Volkmar Keuter vom Fraunhofer-Institut Oberhausen einen sehr fundierten Einblick in die Welt des „urban farming“. Dabei wurden sowohl geographisch-stadtplanerische als auch biochemische sowie technische Aspekte dieser Thematik angesprochen. (Blm)

Besuch der Ausstellung „Urban Nature“

Der bilinguale Geographiekurs von Herrn Blümmel besuchte am 15. September 2022 zum Auftakt der Unterrichtseinheit „Global Challenges: Cities and their influence on social and natural spatial changes“ die Ausstellung „Urban Nature“ in der Kunsthalle Mannheim.
Der künstlerische und immersive Ansatz der Ausstellung eröffnete den Schülerinnen und Schülern auf besondere Art verschiedene persönliche Perspektiven (z.B. aus Sicht eines Justizvollzugsbeamten, eines Flüchtlings, einer Immobilienmaklerin oder einer alleinerziehenden Mutter) auf den Lebensraum Stadt, dabei konnten die Schülerinnen und Schüler den zeitlich genau getakteten Ablauf der Ausstellung selbst mitgestalten.
„Urban Nature“ ist noch bis Mitte Oktober in der Kunsthalle Mannheim zu sehen.

Betreibt die Stadt Mannheim eine nachhaltige Stadtentwicklung?

.BUGA und Glückstein - zwei bedeutende Stadtentwicklungsprozesse in Mannheim. Doch sind sie so wegweisend, wie sie dargestellt werden? Dieser Frage ging die Klasse 9c im Rahmen eines Unterrichtsprojekts mit Frau Galvagno nach. Nachdem die Schülerinnen und Schüler eine Einführung in nachhaltige Planungsaspekte und Faktoren der Stadtentwicklung bekommen hatten, startete die Praxisphase. Mithilfe unterschiedlicher Quellen, wie zum Beispiel Projektwebseiten, Zeitungsartikel und Interviews, lernten die Schülerinnen und Schüler zum einen den differenzierten Umgang mit Quellen, und zum anderen konnten sie dadurch tiefer in die Materie der nachhaltigen Stadtentwicklung einsteigen. Anschließend wurden auf Tablets Plakate im Sketchnote-Stil erstellt.

Zum Abschluss der Projektarbeit stellten die Schülerinnen und Schüler nicht nur ihre Ergebnisse vor, sondern kamen darüber hinaus auch mit der Mannheimer Stadtplanerin Dipl.-Ing. Johanna Doepner ins Gespräch. Fragen nach sozialer Gerechtigkeit, den finanziellen Auswirkungen von städtebaulichen Projekten und dem ökologischen Fußabdruck konnten im Expertengespräch diskutiert werden. Die Diskussion im Gespräch mit Frau Doepner ermöglichte die Beantwortung der Leitfrage nach der nachhaltigen Stadtentwicklung. Die Kritik der Schülerinnen und Schüler bezog sich vor allem auf die Kosten für die Realisierung der BUGA. Die Innenentwicklung, die unter anderem die Umwandlung von betonierten Konversionsflächen zu Grünflächen beinhaltete, betrachteten sie hingegen positiv. Am Ende des Projekts kamen die Schülerinnen und Schüler zu dem Schluss, dass die Stadt Mannheim zwar neue und wegweisende Ansätze verfolge, diese aber erst nach vielen Jahren ihre Wirkung zeigen werde. (Galvagno)
Hier finden Sie die Plakate, die die Gruppen gestaltet haben: